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SAINT ist ein Akronym für Security Administrator´s Integrated
Network Tool und ist ein Werkzeug, das Sicherheitslücken im Netz
aufspürt und Tipps zur Behebung von Schwachstellen gibt. SAINT
ist der Nachfolger von SATAN (Security Administrators Tools for
Analyzing Networks).

In der einfachsten Variante sammelt SAINT alle verfügbaren
Informationen über einzelne Hosts und Netzwerke. Die dabei
gewonnen Daten beinhalten sowohl Informationen über die
verschiedenen Netzdienste wie auch über mögliche
Sicherheitslücken, die durch unkorrekte Konfiguration, bekannte
Softwarefehler im System und in Dienstprogrammen oder durch eine
mangelhafte Sicherheitspolitik verursacht sein können.
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SAINT kann diese Informationen entweder nur anzeigen oder aber
ein einfaches regelbasiertes System zur Untersuchung von
möglichen Sicherheitsproblemen anwenden. Der Anwender kann über
einen Internetbrowser die Meldungen von SAINT beobachten und
analysieren.
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Obwohl SAINT eigentlich zum Aufspüren von Sicherheitsproblemen
in Netzen entwickelt wurde, liefert es mit den bei den Prüfungen
gewonnen Informationen zusätzlich eine gute Übersicht über die
Netztopologie, die verfügbaren Netzdienste sowie die im Netz
aktive Hardware und Software, kann also auch zur Dokumentation des
Netzwerk genutzt werden.
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Seine wirkliche Leistungsfähigkeit zeigt SAINT allerdings
erst, wenn es im Untersuchungsmodus eingesetzt wird. Basierend auf
den während der Initialisierung gewonnenen Netzwerkdaten und
einem vom Benutzer konfigurierbaren Regelsystem untersucht es
Hosts im Netz auf Vertrauenswürdigkeit und Abhängigkeiten. Das
erlaubt dem Anwender, die Zuverlässigkeit seines Netzes zu
überprüfen und hilft ihm, die Sicherheitsstandards seines
Systems zu gestalten.
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SAINT ist für alle Systemadministratoren wertvoll, die für
die Sicherheit ihres Netzwerks verantwortlich sind. Da heute schon
jeder Home-PC mit dem Internet verbunden ist, kann es für jeden
nützlich sein, der potentielle Eindringlinge von seinem System
fernhalten will. SAINT wird in jedem Fall mit großer
Wahrscheinlichkeit Sicherheitslücken aufdecken, die zuvor nicht
bekannt waren.
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Die von SAINT ausgeführten Prüfungen können auf mehreren
wählbaren Ebenen erfolgen, wobei auch Rechner überprüft werden
können, die sich hinter einem Firewallsystem befinden. Die
Prüfungen erfolgen in der Form, dass an den Rechner Anforderungen
für Netzwerkdienste übermittelt und die Antworten aufgezeichnet
werden. Dabei überprüft SAINT verschiedene Services mit
Schwachstellen wie finger, NFS, NIS, ftp und tftp, rexd, statd und
andere sowie häufig vorkommende Konfigurationsfehler, die ein
Angreifer ausnützen könnte, um Zugang zu dem überprüften
System zu erlangen. Die Ergebnisse werden für eine spätere
Analyse in einer Datenbank aufgezeichnet.
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Aus den gespeicherten Netzwerkdaten liefert SAINT eine Vielzahl
von Informationen. Die Rechner im Netz können sortiert nach der
Anzahl der Schwachstellen oder nach der Schwere der gefundenen
Sicherheitsmängel ebenso angezeigt werden wie eine Liste der
Schwachstellen, die zeigt, wie oft welche Probleme auftreten.
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Die Listen enthalten Hyperlinks zu Informationen über die
einzelnen Objekte (etwa Rechner mit Schwachstellen). Durch
Anklicken eines solchen Links erhält man detaillierte Angaben zum
betreffenden Objekt und Hinweise zur Beseitigung der angezeigten
Probleme.
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Darüber hinaus liefert SAINT Informationen über trusted
hosts, also welche Rechner zu welchen anderen Rechnern
Vertrauensverhältnisse haben und zum Beispiel Dateisysteme
importieren oder remote User-Logins erlauben.
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Eine der großen Stärken von SAINT ist seine Erweiterbarkeit,
die dank der modularen Struktur des System einfach möglich ist
und es erlaubt, Regeln zum Erkennen neuer Systeme oder zum Scannen
spezieller Services - etwa proprietärer Mailsysteme oder
Datenbanksysteme - einzufügen. Der erfahrene Anwender kann auf
diese Weise eine vollautomatisierte und vollständig an die
individuellen Bedürfnisse angepasste Sicherheitskontrolle
einrichten.
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Obwohl SAINT ein äußerst wirksames Hilfsmittel des
Sicherheitsmanagements ist, können schon aus technischen Gründen
nicht alle Schwachstellen aufgespürt werden. Abgesehen von im
Unternehmen frei zugänglichen Listen mit Passwörtern kann SAINT
zum Beispiel nicht erkennen, wenn der Netzverkehr abgehört wird.
Auch das Spoofing - Versenden von Netzpakten mit gefälschter
Absenderadresse - ist eine Attacke, die nicht erkannt werden kann.
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