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Netzwerksicherheit / Einbruchserkennung
Honeypot

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Ein Honeypot ist eine Sicherheitseinrichtung zur Erkennung und Überwachung von Angriffen durch Hacker. Dabei handelt es sich um ein System, das als "Falle" im Netz einrichtet wird, um Angreifer hier zum Eindringen zu veranlassen und von den wichtigen Systemen im Netz abzulenken.
Eine weitere Anwendung von Honeypots besteht darin, ein solches System für eigene Hackertests zu verwenden, wie es zum Beispiel beim Forschungsprojekt Honeynet Project (http://project.honeynet.org - dieser Link öffnet ein neues Fenster) der Fall ist.
Auf einem Honeypot sind normalerweise keine Daten gespeichert, weshalb jeder Zugriff auf dieses System verdächtig ist, was die Verfolgung von Angreifern vereinfacht.
Nachteilig bei solchen Systemen ist, dass ein Honeypot als einzelner Rechner im riesigen Internet erst einmal von einem Angreifer gefunden werden muss. Außerdem könnte ein Angreifer nach dem Eindringen dieses System für weitere Attacken auf Rechner im lokalen Netz verwenden.
Honeypots können in mehreren Varianten eingerichtet werden.
Simulation von Netzdiensten
Die einfachste Form eines Honeypots verwendet eine Applikation, welche verschiedene Netzdienste simuliert und alle Verbindungsversuche aufzeichnet. Weil die Funktionen nur vorgetäuscht werden, kann ein Angreifer mit diesem System nicht wirklich in Verbindung treten und damit auch keinen Schaden anrichten.
Tiny Honeypot
Tiny Honeypot (THP) von George Bakos (http://www.alpinista.org/thp/ - ebenfalls in neuem Fenster) erlaubt die Simulation eines Dienstes auf jedem Port.
Perl-Programme nehmen Verbindungsanfragen entgegen und können jede Art von Dienst simulieren. Man kann auch auf einem echten Server unter Linux alle nicht benutzten Ports an Tiny Honeypot umleiten.
Zusätzlich verfügt das System über eine Funktion, die Anfragen an bestimmte Dienste zwar entgegennimmt, aber nicht beantwortet. Damit kann man automatische Werkzeuge bekämpfen, die nach einer erfolgreichen Verbindungsaufnahme sofort eine Attacke (etwa Bufferoverflow) starten. THP speichert in diesem Fall die übermittelten Daten in einer Datei ab.
Deception Toolkit
Ein weiteres System ist das Deception ToolKit (DTK) von Fred Cohen (http:///www.all.net), das kostenlos erhältlich ist, während die zugehörige graphische Benutzeroberfläche - die man für den Betrieb jedoch nicht benötigt - kommerziell vertrieben wird. Das DTK besteht aus Perl-Programmen, welche verschiedene Netzwerkdienste simulieren, wobei man bei der Konfiguration sogar wählen kann, welches Betriebssystem das DTK vortäuschen soll. Die auf einem Linux-System laufenden DTK-Programme können zum Beispiel vorgeben, ein Server unter Windows NT zu sein.
Honeyd
Das System Honeyd von Niels Provos (http://www.citi.umich.edu/u/provos) erlaubt ebenfalls die Simulation aller Dienste, kann aber zusätzlich beliebige TCP/IP-Stacks simulieren. Damit ist es beispielsweise möglich, auf einem Computer unter Linux den TCP/IP-Stack eines AIX-Systems zu verwenden, womit einem Angreifer vorgetäuscht wird, mit einem IBM AIX Computer verbunden zu sein.
Darüber hinaus kann Honeyd nicht nur einzelne Computer, sondern auch ganze Netzwerke simulieren, wenn entsprechende IP-Adressen verfügbar sind. Das System ist als Open Source kostenlos verfügbar.
Simulation von Betriebssystemen
Die zweite Form von Honeypots simuliert das komplette Betriebssystem.
Einem Angreifer stehen dort alle Systemfunktionen zur Verfügung, wobei der Administrator zusätzlich Datenbank- oder Webserver installieren kann.
Honeypot-Computer
Die dritte Variante stellt komplette Rechner zur Verfügung. Das kann in Form von eigenständigen Computern oder aber durch Installation in einer virtuellen Umgebung wie VMware erfolgen.
Hier wird dem Eindringling ein komplettes System angeboten, in welches sehr viel Aufwand für die Überwachung und Protokollierung aller Aktionen investiert wurde.
Honeynet
Eine Erweiterung des Honeypot-Konzepts stellt das Honeynet dar, das sich aus mehreren Honeypots zusammensetzt, die unterschiedliche Funktionen anbieten. Dem Angreifer präsentiert sich hier ein komplettes Netzwerk.
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